Manchmal muss man sich höherer Gewalt fügen. Risikobereitschaft ist gut und wichtig, wenn man weiterkommen möchte, aber nicht um jeden Preis. Ich hätte gestern einen Termin gehabt, einen Vortrag an einer Hochschule, der mir persönlich sehr am Herzen lag, weil er für mich ein großen Schritt aus der Komfortzone bedeutet hätte. Der Termin stand seit Wochen fest, und ich habe anfangs sehr damit gehadert, ob ich das Angebot, den Vortrag zu halten, wirklich annehmen sollte. Einmal entschlossen, die Herausforderung anzunehmen, sollte mich nichts und niemand von diesem Plan abhalten. Ich wollte um keinen Preis „kneifen“. Und dann das: ein Orkan, der sich gewaschen hat, ausgerechnet an diesem Tag! „Was soll’s, dann fahr ich halt ganz langsam.“ Mit dieser Einstellung machte ich mich auf den Weg. Doch die Erkenntnis kam nach wenigen Kilometern. So ärgerlich es auch war, es wäre schier Wahnsinn gewesen, weiterzufahren. Offenbar wollte mir das Universum irgendwas sagen? So schwer mir sie fiel, es war die Entscheidung für mein persönliches Wohlergehen, und das sollte man nicht aus den Augen verlieren, indem man krampfhaft an einem Plan festhält. Nichts ist so wichtig, als das man dafür seine Gesundheit riskieren sollte. Und siehe da: Der Termin wird nun auf’s nächste Semester verschoben und die Chance ist nicht vertan. Juchee! 🙌