Gestern bin ich zufällig auf eine Folge der Doku-Serie „Homo Digitalis“ auf Arte gestoßen, die von der digitalen Revolution und der Technisierung des Menschen handelt (in der ARTE-Mediathek verfügbar). In dem Zusammenhang fiel mir diese Semesterarbeit ein, bei der ich mich vor nunmehr zehn Jahren mit diesem Thema beschäftigt habe. Natürlich auf eine eher naive und humorvolle Art, aber das Thema an sich war damals schon aktuell.
Die Digitalisierung ist Alltag, und wir feiern jeden Tag ihre Vorzüge. Die TV-Sendung geht allerdings noch auf eine ganz andere Ebene, gibt einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Technik sowie einen Ausblick in die nahe Zukunft und wirft damit eine Menge ethischer Fragen auf. Künstliche Intelligenz, die menschliche Beziehungen ersetzt, Hirnupgrade per implantierten Chip, Programmierung von DNA-Zellen, um das Leben zu verlängern… Dass all das kommen wird, ist klar, und die Geschwindigkeit ist mehr als rasant. Ich finde es extrem spannend diese Zeit des Umbruchs mitzuerleben, aber die Aussichten sind auch ziemlich gruselig. Wie erstrebenswert ist diese Entwicklung wirklich? Optimierung bis zur Unsterblichkeit? Desozialisierung? „Wie lange sind wir noch Mensch?“ fragt die Doku zu Recht… Um ehrlich zu sein, der Gruselfaktor überwiegt bei mir gerade. 😬 Aber das soll kein Grund sein, den Fortschritt zu verunglimpfen. Ich bin trotz allem sehr gespannt, was uns noch erwartet…

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